Fallbeispiel: Liquiditätsmanagement

Fallbeispiel: Liquiditätsmanagement

Geschrieben am 06.04.2019
von Redaktion OFFIZIER.INFO

Die Situation

Klaus ist Oberstarzt und verheiratet mit Sophie, die als Chirurgin in der Klinik am Wohnort arbeitet. Im Studium hatte Klaus noch den perfekten Überblick über seine Finanzen, die er selbst mit Excel, überwachte. Über die Jahre, nach der Hochzeit, der Geburt seiner Kinder und insbesondere aufgrund des teilweise sehr ausgabefreudigen Konsumverhaltens von Sophie hat er diesen Überblick aber zunehmend vernachlässigt und irgendwann verloren. Klaus rechtfertigte das vor seinem Gewissen damit, dass ja ohnehin immer genügend Geld monatlich (ca. 10.000 Euro p.m.) eingenommen wird. (Anmerkung: wer möchte kann die Rollen einfach tauschen ;-) )


Das Problem

Über die Zeit haben sich bei den Eheleuten mehrere Einzelkonten bei verschiedenen Banken sowie ein Gemeinschaftskonto angesammelt.  Ein „System“ zwischen diesen Konten ist schon lange nicht mehr erkennbar und so gleichen sie jeden Monat über Korrekturbuchungen negative Kontostände aus.


Die Konsequenz

Über die Jahre hatte niemand mehr Überblick über die Ausgaben, und jeder kaufte wonach ihm/ihr der Sinn stand. Nennenswerte Vermögenswerte bis auf einige kleinere Sparverträge existieren nicht, so dass die anstehende Immobilienfinanzierung nur mit einem vergleichsweise schlechten Zinssatz und Konsumverzicht realisiert werden konnte. Beide sind darüber verärgert, insbesondere wenn sie über die Laufzeit summierten Kreditzinsen nachdenken.