Fallbeispiel 'Gesundheit': (Sanitäts-)Offizier und Zeitsoldat

Fallbeispiel 'Gesundheit': (Sanitäts-)Offizier und Zeitsoldat

Geschrieben am 23.03.2019
von Redaktion OFFIZIER.INFO


Situation

Margot ist Oberstabsärztin (Analogie Truppenoffiziere: Major) geworden. Sie hatte Ihr Kinder bisher gesetzlich über Ihren Ehemann krankenversichern lassen. Mit der beitragsfreien Familienversicherung war sie sich damals sicher, eine finanziell clevere Entscheidung getroffen zu haben. Mit der letzten Beförderung bekommt sie jedoch ein Schreiben der Krankenkasse, worin Sie über das Ende der beitragsfreien Familienversicherung informiert wird und aufgefordert wird, künftig pro Kind ca. 150 Euro monatlich zu zahlen. Sie fällt aus allen Wolken.


Problem

Margot hatte sich bis dato noch gar nicht so richtig mit dem Thema Gesundheit auseinander gesetzt. Ihr Mann war mit der GKV immer zufrieden gewesen und beide hatten bisher nie irgendwelche umfassenderen Leistungen benötigt. Auch bei der Frühgeburt Ihrer Zwillinge war damals alles bestens gewesen.


Konsequenz

Nach dem ersten Beratungsgespräch steht ihr Entschluss nun fest, dass sie mit ihrer gesamten Familie ins private Krankenversicherungssystem wechseln möchte. Aufgrund der Frühgeburt der Kinder lehnen die privaten Krankenversicherer jedoch die Aufnahme der Kinder in den Beihilfetarif im Rahmen der Risikoprüfung ab. Die Frist für den Kontrahierungszwang hat Margot längst verpasst. Margot ist verzweifelt: „Hätte ich das Alles damals vor Geburt gewusst, hätte ich liebend gerne die 40 Euro pro Kind für den privaten Beihilfetarif gezahlt. Stattdessen darf ich nun bis zum Ende der Ausbildung meiner Kinder über 200 Euro umsonst draufzahlen – das ist sehr ärgerlich!“